Holzart

Fichte ist das häufigste und günstigste Bauholz für Gartenhäuser, Zäune, Carports und Fassaden. Sie ist hell und neutral, von Natur aus aber wenig dauerhaft (Dauerhaftigkeitsklasse 4), und braucht draußen deshalb unbedingt einen guten Schutz. Beim Streichen zählen zwei Eigenschaften: Fichte nimmt Farbe etwas ungleichmäßig auf, und die Äste wollen unter hellen Tönen isoliert werden. Hier erklären wir das Holz, die passende Farbe und das richtige Jotun-System.

Fichtenholz, Nahaufnahme der Maserung

Rohes Holz im Vergleich

Rohes Fichtenholz, unbehandelt
FichteHellstes, neutrales Nadelholz, mäßig und ungleichmäßig saugend.
Rohes Kiefernholz, unbehandelt
KieferWärmer und voller, harzhaltig, mit stark saugendem Splint.
Rohes Douglasienholz, unbehandelt
DouglasieDeutlich dunkler und orangebraun, harzreich.

Rohes, unbehandeltes Holz. So unterschiedlich starten die Holzarten, bevor Öl, Lasur oder Deckfarbe darauf kommen.

Fichte im Steckbrief

MerkmalWert
Botanischer NamePicea abies (Pinaceae)
Rohdichteca. 460 kg/m³ (bei 12 % Holzfeuchte)
Dauerhaftigkeitsklasse Kernholz4 nach EN 350 (wenig dauerhaft)
GebrauchsklasseGK 3 nach EN 335 (Fassade außen, ohne Erdkontakt)
Charakterweich, harzhaltig, mäßig und ungleichmäßig saugend

Holzdaten nach Centrum Hout (houtinfo.nl).

Was Fichte besonders macht und was das fürs Streichen bedeutet

Fichte ist ein helles, günstiges Holz mit ein paar Eigenheiten, die den Anstrich bestimmen.

Wenig dauerhaft

Fichte gehört mit Dauerhaftigkeitsklasse 4 zu den wenig dauerhaften Hölzern. Draußen braucht sie darum einen guten filmbildenden Anstrich oder eine Imprägnierung, sonst hält sie nicht lange.

Viele kleine Äste

Fichte hat viele kleine Äste mit dunklen Rändern und dazu Harztaschen. Unter hellen Tönen zeichnen sich die Astränder nach ein bis zwei Sommern als gelbe Ringe ab, isolieren Sie sie darum vorher.

Ungleichmäßig saugend

Das Holz nimmt Farbe mäßig und ungleichmäßig auf. Ein einziger Anstrich wirkt schnell fleckig; ein filmbildendes System in mehreren Schichten ist die sichere Wahl.

Welches Jotun-System passt zu Fichte?

Weil Fichte wenig dauerhaft ist, führt der Weg draußen über ein schützendes, pigmentiertes System. Auf rohem Holz ist ein filmbildender Aufbau die sichere Wahl; die nicht filmbildende Lasur spielt ihre Stärken vor allem auf imprägniertem oder bereits behandeltem Holz aus.

Halbdeckende Lasur

Jotun Trebitt Woodcare ist Imprägnierung und Endbeschichtung in einem, die Maserung bleibt sichtbar und das Pigment schützt vor UV. Das Produkt wird nicht verdünnt: 1 bis 2 dünne Schichten genügen, überschüssiges Material nehmen Sie mit einem trockenen Tuch ab. Nachgearbeitet wird nach 3 bis 4 Jahren.

Deckfarbe, für die längste Ruhe

Zuerst Tregrunning Klar, danach 2 bis 3 Schichten Demidekk Cleantech oder Demidekk Infinity Pure Matt. An der Nordseite hält dieser Aufbau etwa 10 bis 12 Jahre; an der Südseite prüfen und bessern Sie nach 5 bis 6 Jahren nach.

Äste und helle Töne

Unter Weiß und hellen Tönen isolieren Sie die Äste zuerst punktuell mit einer pigmentierten Grundierung, sonst schlagen sie durch.

So bereiten Sie Fichte richtig vor

Reinigen Sie das Holz mit Jotun Kraftvask. Stechen Sie sichtbare Harztaschen ab und entfetten Sie diese Stellen mit Verdünner; eine vollflächige Entfettung wie bei Douglasie ist bei Fichte nicht nötig. Unter hellen Tönen isolieren Sie die Äste punktuell mit einer pigmentierten Grundierung. Rohes Holz grundieren Sie vor einem filmbildenden System rundum mit Tregrunning Klar und tränken die Hirnholzkanten drei- bis viermal nass-in-nass. Rechnen Sie auf roher Fichte für die erste Schicht 15 bis 20 Prozent mehr. Behandeln Sie neues Holz innerhalb von 6 bis 8 Wochen: Unbehandelt zeigt der Splint schon nach etwa zwei Wochen die ersten Bläuepunkte.

Der helle Grundton und wie er im Anstrich durchkommt

Fichte ist das hellste und neutralste der Nadelhölzer, cremeweiß mit einem sanften gelben Schimmer. Neben Kiefer wirkt Fichte etwas blasser, neben Douglasie deutlich heller und weniger rot, wie oben im Rohholz-Vergleich zu sehen. Genau wegen dieser Neutralität legt Jotun seine Farbkarten auf Fichte an.

Weil eine Lasur halbtransparent ist, scheint dieser helle Grund hindurch und lässt Farbtöne frisch und klar wirken. Auf Fichte kommt der Farbton der Karte deshalb näher an das Ergebnis heran als auf jedem anderen Holz. Wegen der ungleichmäßigen Aufnahme lohnt sich trotzdem immer eine Musterfläche auf dem eigenen Holz.

Saugverhalten, Sägeart und Verbrauch

Fichte saugt mäßig und ungleichmäßig, deshalb wirkt ein einzelner Anstrich leicht fleckig und ein filmbildendes System ist die sichere Wahl. Rechnen Sie auf rohem Holz für die erste Schicht 15 bis 20 Prozent mehr.

Noch wichtiger als die Holzart ist die Sägeart. Sägeraues Holz saugt etwa doppelt so viel wie gehobeltes, mit transparenter Grundierung bis zum Dreifachen, und wirkt im selben Ton eine Nuance dunkler und matter. Die genauen Verbrauchswerte finden Sie in den häufigen Fragen. Die Hirnholzkanten nehmen ein Vielfaches auf und werden separat gesättigt.

Ganz transparent: Öl und Klarlasur und warum UV hier am schnellsten wirkt

Ein farbloses Öl oder eine klare Lasur zeigt die Maserung am stärksten, bildet keinen Film und kann nicht abblättern. Der Preis dafür: Ohne Pigment oder mit nur wenig Pigment fehlt der UV-Schutz. Das Pigment ist der Sonnenschutz des Holzes.

UV-Licht zersetzt das Lignin (mehr dazu unter Vergrauung), und je weniger Pigment darüberliegt, desto schneller geschieht das. Eine farblose Behandlung hat darum das kürzeste Wartungsintervall: Oft ist schon nach etwa einem Jahr nachzuarbeiten. Ein getöntes Öl hält länger, meist zwei bis drei Jahre. Faustregel: Mehr Pigment bedeutet mehr UV-Schutz und ein längeres Intervall, aber weniger sichtbare Maserung.

Warum eine Lasur mit jeder Schicht nachdunkelt

Eine halbtransparente Lasur fällt auf neuer Fichte zunächst eine Nuance heller aus als das Farbmuster. Mit jeder weiteren Schicht wird der Ton dunkler und voller. Das ist kein Fehler, sondern das Prinzip dahinter: Mehr Pigment und mehr Schichtdicke bedeuten mehr UV-Schutz und ein längeres Wartungsintervall, aber auch weniger sichtbare Maserung. Wer transparent nachpflegt, bekommt mit jedem Pflegezyklus eine etwas dunklere Fassade.

So baut sich die Farbe auf: roh, nach 1 und nach 2 Anstrichen

Eine halbtransparente Lasur wie Jotun Trebitt Woodcare lässt die Maserung sichtbar und wird mit jeder Schicht dunkler und voller. Hier drei beliebte Töne auf Fichte, von hell bis dunkel, jeweils roh, nach dem 1. und nach dem 2. Anstrich.

Fichte roh1 Anstrich2 Anstriche
Natural Brown hellFichte rohFichte mit Trebitt Woodcare Natural Brown, 1 AnstrichFichte mit Trebitt Woodcare Natural Brown, 2 Anstriche
Honey Wood mittelFichte rohFichte mit Trebitt Woodcare Honey Wood, 1 AnstrichFichte mit Trebitt Woodcare Honey Wood, 2 Anstriche
Rich Brown dunkelFichte rohFichte mit Trebitt Woodcare Rich Brown, 1 AnstrichFichte mit Trebitt Woodcare Rich Brown, 2 Anstriche

Gerenderte Muster auf Basis der Jotun Trebitt Woodcare-Farbtonkarte. Bildschirmfarben können abweichen, verbindlich ist der Farbfächer.

Deckend streichen: die Deckfarbe für das gleichmäßigste und langlebigste Erscheinungsbild

Eine Deckfarbe wie Jotun Demidekk Cleantech oder Demidekk Infinity Pure Matt verdeckt die Maserung und ergibt ein gleichmäßiges, ruhiges Erscheinungsbild. Das ist die Wahl für das längste Wartungsintervall: an einer Nordfassade etwa 10 bis 12 Jahre, an der Südseite 5 bis 6. Auf der ungleichmäßig saugenden Fichte deckt sie außerdem Flecken und Astränder zuverlässig ab.

Der Aufbau: zuerst eine Grundierung, dann 2 bis 3 Schichten Deckfarbe. Bei dunklen und mittleren Tönen genügt Tregrunning Klar, bei Weiß und hellen Tönen nehmen Sie eine pigmentierte Grundierung.

Warum Holz vergraut und wie Sie es steuern

Vergrauen ist weder Schmutz noch Schimmel, sondern chemischer Abbau. UV-Licht zersetzt das Lignin, den natürlichen Klebstoff zwischen den Holzfasern, Regen wäscht die Abbauprodukte aus, und zurück bleiben lose graue Zellulosefasern. Dieses graue Holz ist totes Holz und muss vor jedem neuen System zurückgeschliffen werden.

Fichte vergraut unbehandelt eher langsam, dafür aber zuerst fleckig. Gleichmäßig ist das fast nie: Die Südseite vergraut schneller als die Nordseite, Stellen unter dem Dachüberstand bleiben länger dunkel, und geschützte Ecken vergrünen zuerst durch Algen.

Wenn Sie den Grau-Look möchten: Lassen Sie das Holz nicht roh vergrauen, sondern behandeln Sie es mit einer transparenten oder halbtransparenten Grau-Lasur. Die legt vom ersten Tag an ein gleichmäßiges Grau über die ganze Fläche, das Pigment bremst den weiteren UV-Abbau, und die Maserung bleibt sichtbar.

Vorteile und Grenzen von Fichte

Vorteile

Das hellste und neutralste Nadelholz, günstig und überall verfügbar, das wichtigste Bauholz. Lässt sich gut bearbeiten, nageln, schrauben und verleimen, trocknet schnell und ist geruchsarm. Nimmt sowohl deckende als auch transparente Systeme gut an.

Zu beachten

Von Natur aus wenig dauerhaft (Klasse 4), draußen also nur mit gutem Schutz oder Imprägnierung. Der Splint ist bläueempfindlich, Äste und Harztaschen wollen unter hellen Tönen isoliert werden, und die ungleichmäßige Aufnahme macht einen einzelnen Anstrich fleckig.

Häufige Fragen zur Behandlung von Fichte

  1. Was ist der Unterschied zwischen Fichte und Kiefer?
  2. Was tue ich gegen Harzaustritt aus Ästen?
  3. Rohe oder imprägnierte Fichte: behandle ich das anders?
  4. Klassische skandinavische Fassaden (Falunrot, Ocker): welches Jotun-System?
  5. Öl, Lasur oder deckend für Fichtenholz?
  6. Benötige ich eine Grundierung für Fichte?
  7. Behandle ich Fichte rundum, vor oder nach der Montage?
  8. Fenster aus Fichte oder Fassadenverkleidung: andere Vorgehensweise?
  9. Hirnholzkanten und Holzfeuchte vor dem Streichen
  10. Vergraute oder beschädigte Fichte instand setzen?
  11. Welches Jotun-System verwende ich standardmäßig für Fichtenholz?
  12. Wie viel Farbe oder Lasur benötige ich, und was sind die häufigsten Fehler?

Was ist der Unterschied zwischen Fichte und Kiefer?

Beide sind Nadelhölzer aus Nordeuropa, es gibt jedoch Unterschiede:

  • Fichte (Picea abies) ist heller und neutraler in der Farbe und hat eine feinere, ruhigere Maserung. Typisch sind viele kleine Äste mit dunklen Rändern, verteilt über das ganze Brett, während das Holz selbst weniger Harz enthält als Kiefer.
  • Kiefer (Pinus sylvestris) ist etwas dichter, zeigt einen deutlichen Farbunterschied zwischen Kern- und Splintholz und hat weniger, dafür größere und harzreichere Äste.

Für das Streichen macht das in der Praxis wenig Unterschied, die Empfehlung ist größtenteils dieselbe. Ein Punkt spricht aber für Fichte: Weil sie das hellste und neutralste Nadelholz ist, werden die Jotun-Farbkarten darauf angelegt. Auf Fichte kommt der Farbton der Karte dem Ergebnis am nächsten.

Was tue ich gegen Harzaustritt aus Ästen?

Harzaustritt ist Harz, das aus den Ästen an die Oberfläche tritt und durch Ihre Farbschicht dringen kann. Gehen Sie in mehreren Schritten vor:

  • Stechen Sie das Harz mit einem Spachtel ab.
  • Entfetten Sie die Rückstände mit Verdünner.
  • Isolieren Sie die Astränder punktuell mit einer pigmentierten Grundierung auf Lösemittelbasis. Sie schließt Harz und Holzinhaltsstoffe deutlich besser ab als eine farblose Grundierung.
  • Arbeiten Sie danach mit der Grundierung auf der ganzen Fläche weiter (Tregrunning Klar bei dunklen und mittleren Tönen, Drygolin Vindu og Dør bei Weiß und hellen Tönen) und tragen Sie anschließend den Deckanstrich auf.

Fichte gibt meist etwas weniger Harz ab als Kiefer, doch bei deckenden Anstrichen in hellen Farben ist das Isolieren der Äste fast unverzichtbar. Überspringen Sie diesen Schritt, zeigen sich nach ein oder zwei Sommern gelbe Ringe.

Rohe oder imprägnierte Fichte: behandle ich das anders?

Rohe Fichte folgt der Standardempfehlung: reinigen, schleifen, grundieren und beschichten. Unbehandelt hält Fichte draußen als Richtwert 5 bis 10 Jahre, imprägniert 10 bis 15 Jahre. Das sind Bandbreiten, keine Zusagen.

Imprägnierte Fichte (oft grün oder braun gefärbt) erfordert zunächst Geduld. Sie kommt feucht aus dem Verfahren, häufig mit 25 bis 30 Prozent Holzfeuchte. Je nach Lieferzustand und Wetter dauert das Trocknen ein bis sechs Monate; maßgeblich ist nicht der Kalender, sondern die Messung: Erst unter 18 Prozent Holzfeuchte wird gestrichen. Spülen Sie Oberflächenreste ab und bürsten Sie weiße Salzkristalle trocken weg. Die Imprägnierung schützt bereits gegen Schimmel und Fäulnis, bietet draußen aber keinen Schutz gegen UV-Strahlung und Feuchtigkeit. Das übernimmt Ihre Lasur, Ihr Öl oder Ihre Farbe. Zusätzlich imprägniert oder grundiert wird imprägniertes Holz nie.

Klassische skandinavische Fassaden (Falunrot, Ocker): welches Jotun-System?

Die klassischen roten, gelben und weißen skandinavischen Fassaden gehören zu den ältesten Anstrichtraditionen Europas. Ein Punkt vorweg: Diese Farbtöne sind deckend, nicht lasierend. Für Fichte gibt es deshalb zwei Wege, je nachdem, ob die Maserung sichtbar bleiben soll.

Halbdeckend, mit sichtbarer Maserung (3 bis 4 Jahre):
Tragen Sie 1 bis 2 dünne Schichten Trebitt Woodcare in einem warmen Ton von der Woodcare-Farbtonkarte auf, unverdünnt. Das gibt den nordischen Charakter, lässt die Holzstruktur aber sichtbar.

Deckend, für das echte Falunrot oder Ocker (10 bis 12 Jahre):
Beginnen Sie mit Tregrunning Klar und schließen Sie mit 2 bis 3 Schichten Demidekk Cleantech oder Demidekk Infinity Pure Matt ab. Streichen Sie in Weiß oder einem hellen Ton, verwenden Sie Drygolin Vindu og Dør als Grundierung. Die nordischen Rot- und Ockertöne finden Sie in der Demidekk-Farbkarte. (Das klassische Falunrot stammt übrigens aus Schweden, aus dem Kupferbergwerk in Falun.)

Öl, Lasur oder deckend für Fichtenholz?

Für Fichte wählen Sie grob zwischen drei Beschichtungsarten:

  • Öl ist draußen selten die beste Wahl: Farblos bietet es kaum UV-Schutz, und Fichte ist mit Dauerhaftigkeitsklasse 4 auf Schutz angewiesen. Getönt hält ein Öl 2 bis 3 Jahre. Im Innenbereich, auf Möbeln und Vertäfelungen, eignet sich Treolje V hingegen gut.
  • Halbdeckend mit Trebitt Woodcare ist der Favorit für Blockhütten und Schuppen, bei denen die Holzmaserung sichtbar bleiben soll. Unverdünnt, 1 bis 2 dünne Schichten, Nachbehandlung nach 3 bis 4 Jahren.
  • Deckend mit Demidekk Cleantech oder Demidekk Infinity Pure Matt ist die beste Wahl für Fassaden, Garagentore und alles, wo eine lange Standzeit wichtiger ist als der Blick auf die Maserung. Nachbehandlung nach 10 bis 12 Jahren an der Nordseite.

Benötige ich eine Grundierung für Fichte?

Ob Sie eine Grundierung benötigen, hängt von Ihrer Beschichtung ab:

  • Trebitt Woodcare: keine separate Grundierung nötig, es ist ein 2-in-1-Produkt (Imprägnieren und Beschichten in einem). Grundieren Sie auch nicht darunter: Eine Grundierung würde das Holz verdichten und den Aufbau zwingen, doch einen Film zu bilden.
  • Treolje V (Öl): keine Grundierung nötig, aus demselben Grund.
  • Deckendes Demidekk in einem dunklen oder mittleren Farbton: verwenden Sie Tregrunning Klar.
  • Deckendes Demidekk in Weiß oder einer hellen Farbe: verwenden Sie Drygolin Vindu og Dør.

Große Astränder isolieren Sie unter Weiß und hellen Tönen zusätzlich punktuell mit einer pigmentierten Grundierung. Unter dunklen Tönen ist dieser Schritt nicht nötig.

Behandle ich Fichte rundum, vor oder nach der Montage?

Bei Fassadenverkleidung und Blockhüttenteilen ist es üblich, das Holz vor der Montage rundum zu behandeln:

  • Vor der Montage: auf allen sechs Seiten. Bei einem deckenden Aufbau 1 Schicht Tregrunning Klar und 1 Schicht Farbe, bei einer nicht filmbildenden Lasur 1 Schicht der Lasur selbst, ganz ohne Grundierung.
  • Nach der Montage: noch 1 bis 2 Schichten auf der Sichtseite.

So verhindern Sie, dass sich das Brett verzieht, und wenn das Holz schwindet, kommen keine ungestrichenen Fugen zum Vorschein. Bei Rhombus- und Stülpprofilen arbeiten Sie die wasserführende Oberkante besonders sorgfältig ab, denn dort bleibt Wasser stehen.

Fenster aus Fichte oder Fassadenverkleidung: andere Vorgehensweise?

Fassadenverkleidung: Wählen Sie Demidekk Cleantech (seidenglänzend) oder Demidekk Infinity Pure Matt (matt) für die längste Standzeit, oder Trebitt Woodcare, wenn Sie halbdeckend arbeiten möchten.

Fenster und Türen:Demidekk Infinity Details wurde speziell dafür entwickelt. Die Farbe ist nach etwa 2 Stunden überstreichbar, klebt nicht an Gummidichtungen und ist stoßfest. Verwenden Sie Drygolin Vindu og Dør als Grundierung, besonders bei Weiß und hellen Tönen, und schließen Sie mit 2 bis 3 Schichten ab. An der Nordseite hält dieser Aufbau etwa 8 bis 10 Jahre; liegende Teile und die Südseite kontrollieren Sie schon nach etwa 4 Jahren.

Hirnholzkanten und Holzfeuchte vor dem Streichen

Hirnholzkanten: Sättigen Sie sie drei- bis viermal nass-in-nass, mit etwa 30 Minuten bis 2 Stunden zwischen den Gängen. Bei einem deckenden Aufbau nehmen Sie dafür Tregrunning Klar, bei einer nicht filmbildenden Lasur die Lasur selbst. Zaunpfosten setzen Sie möglichst nicht direkt in den Boden, sondern auf einen Pfostenträger: Gebrauchsklasse 3 deckt echten Erdkontakt nicht ab. Muss der Pfosten doch in die Erde, tauchen Sie die untere Kante zusätzlich 5 bis 10 Minuten in die Grundierung.

Holzfeuchte: Halten Sie für Außenanstriche maximal 18 Prozent ein. Imprägnierte Fichte liegt bei Lieferung oft noch bei 25 bis 30 Prozent und braucht deutlich länger. Messen Sie immer mit einem Feuchtemessgerät, an mehreren Stellen und an den Hirnholzkanten getrennt, auch dort, wo Sie später nicht mehr hinkommen.

Vergraute oder beschädigte Fichte instand setzen?

Sie haben drei Möglichkeiten, von mild bis kräftig:

  • Kraftvask bei leichter Vergrauung: 1:10 verdünnen, 15 bis 20 Minuten einwirken lassen, ohne dass es antrocknet, und gründlich nachspülen.
  • Demidekk Terrassfix bei ausgeprägter Vergrauung, nur auf wirklich vergrautem Holz und nicht auf noch gesunden Stellen.
  • Schleifen mit Körnung 80 bis 120 bei ungleichmäßiger Verwitterung.

Steht Ihre Fichte schon jahrelang unbehandelt im Freien, ist oft eine Kombination aus leichtem Schleifen und Reinigen nötig. Lassen Sie das Holz danach 2 bis 3 Tage trocknen, bis die Holzfeuchte unter 18 Prozent liegt.

Welches Jotun-System verwende ich standardmäßig für Fichtenholz?

Das sind die drei am häufigsten nachgefragten Aufbauten. Welcher passt, hängt von der gewünschten Optik ab und davon, wie viel Pflege Sie einplanen möchten.

Wie viel Farbe oder Lasur benötige ich, und was sind die häufigsten Fehler?

Wie viel Sie benötigen, hängt vor allem von der Holzoberfläche ab: Sägeraues Holz nimmt deutlich mehr auf als gehobeltes. Das sind die Richtwerte aus den technischen Datenblättern von Jotun. Für Trebitt Woodcare nennt das Datenblatt nur einen einzigen Bereich von 5 bis 10 m²/L, ohne Trennung nach Oberfläche: Auf gehobeltem Holz liegen Sie am oberen Ende, auf sägerauem am unteren.

ProduktGehobeltes HolzSägeraues Holz
Tregrunning Klar (1 Schicht)12–16 m²/L4–7 m²/L
Trebitt Woodcare (pro Schicht)5–10 m²/L, oberer Bereich5–10 m²/L, unterer Bereich
Demidekk Cleantech (pro Schicht)10–12 m²/L7–10 m²/L
Demidekk Infinity Pure Matt (pro Schicht)10–12 m²/L7–10 m²/L

Berücksichtigen Sie in der Praxis zwei Dinge:

  • Auf roher Fichte verbrauchen Sie bei der ersten Schicht 15 bis 20 Prozent mehr, als die Tabelle angibt: Das Holz saugt ungleichmäßig.
  • Hirnholzkanten rechnen Sie separat: Sie brauchen drei bis vier Gänge, bis sie gesättigt sind.

Häufigste Fehler

  • Imprägnierte Fichte zu früh streichen, während sie noch zu nass ist. Messen Sie, statt zu schätzen.
  • Die Astränder unter einer hellen Farbe nicht isolieren. Dann zeigen sich bereits nach einem Sommer gelbe Ringe.
  • Nur eine Schicht auftragen. Fichte saugt ungleichmäßig, und eine einzelne Schicht wirkt fast immer fleckig.
  • Nur die Sichtseite behandeln, wodurch sich das Holz verzieht.
  • Zu lange mit der Erstbehandlung von neuer, ungeschützter Fichte warten. Beginnen Sie innerhalb von 6 bis 8 Wochen nach der Montage; die ersten Bläuepunkte zeigen sich schon nach etwa zwei Wochen.

Passendes System und Beratung für Fichte

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