Holzart

Kiefer, auch Föhre genannt, ist ein warmes, harzhaltiges Nadelholz für Zäune, Gartenhäuser, Fassaden und vor allem kesseldruckimprägnierte Bauteile. Das Kernholz ist mäßig dauerhaft, der breite Splint dagegen nicht. Dafür nimmt er Imprägnierung hervorragend auf, und genau deshalb ist die Kiefer das klassische KDI-Holz. Beim Streichen zählen zwei Eigenschaften: Sie ist harzreich und astreich, und ihr breiter Splint saugt stark. Hier erklären wir das Holz, die passende Farbe und das richtige Jotun-System.

Kiefer Holz, Nahaufnahme der Maserung

Rohes Holz im Vergleich

Rohes Kiefernholz, unbehandelt
KieferWarmes Blassgelb, harzhaltig, mit stark saugendem Splint.
Rohes Fichtenholz, unbehandelt
FichteHeller und neutraler, mäßig saugend.
Rohes Douglasienholz, unbehandelt
DouglasieDunkler und orangebraun, harzreich.

Rohes, unbehandeltes Holz. So unterschiedlich starten die Holzarten, bevor Öl, Lasur oder Deckfarbe darauf kommen.

Kiefer im Steckbrief

MerkmalWert
Botanischer NamePinus sylvestris (Pinaceae)
Rohdichteca. 500 bis 540 kg/m³ (bei 12 % Holzfeuchte)
DauerhaftigkeitsklasseKernholz 3 bis 4, Splint 5 nach EN 350
GebrauchsklasseGK 3 nach EN 335 (Fassade außen, ohne Erdkontakt)
Charakterharzhaltig, astreich, Splint stark saugend

Holzdaten nach Centrum Hout (houtinfo.nl).

Was Kiefer besonders macht und was das fürs Streichen bedeutet

Kiefer ist ein warmes, ausdrucksstarkes Holz mit zwei Eigenheiten, die den Anstrich bestimmen.

Harzhaltig und astreich

Kiefer enthält viel Harz, vor allem in den Ästen, und scheidet frisch 6 bis 9 Monate lang Harz aus. Entfetten Sie vor dem Anstrich und isolieren Sie große Äste, sonst zeichnen sich Harz und Astränder später als gelbe Ringe ab.

Splint stark saugend, wenig dauerhaft

Der breite Splint ist nicht dauerhaft (Klasse 5) und saugt stark. Genau deshalb lässt er sich hervorragend imprägnieren: Kiefer ist das klassische kesseldruckimprägnierte Holz (KDI).

Warmes Blassgelb

Kiefer hat einen warmen, honiggelben Grundton, etwas voller als Fichte. Durch eine Lasur scheint dieser warme Ton hindurch.

Welches Jotun-System passt zu Kiefer?

Bei Kiefer entscheidet zuerst, ob das Holz kesseldruckimprägniert (KDI) ist oder roh. Auf KDI-Holz wird nie zusätzlich imprägniert oder grundiert; es muss zuerst auf unter 18 Prozent Holzfeuchte trocknen. Rohe Kiefer bekommt draußen dagegen immer ein pigmentiertes System, denn ihr Splint ist nicht dauerhaft. Danach:

Halbdeckende Lasur

Jotun Trebitt Woodcare, Imprägnierung und Endbeschichtung in einem, die Maserung bleibt sichtbar. Das Produkt wird nicht verdünnt: 1 bis 2 dünne Schichten genügen, überschüssiges Material nehmen Sie mit einem trockenen Tuch ab. Nachgearbeitet wird nach 3 bis 4 Jahren.

Deckfarbe, für die längste Ruhe

Auf rohem Holz zuerst Tregrunning Klar, danach 2 bis 3 Schichten Demidekk Cleantech oder Demidekk Infinity Pure Matt. An der Nordseite hält dieser Aufbau etwa 10 bis 12 Jahre; an der Südseite prüfen und bessern Sie nach 5 bis 6 Jahren nach.

Äste und helle Töne

Große, harzreiche Äste isolieren Sie punktuell mit einer pigmentierten Grundierung. Unter Weiß und hellen Tönen ist dieser Schritt Pflicht, sonst zeichnen sich die Äste nach ein bis zwei Sommern als gelbe Ringe ab.

So bereiten Sie Kiefer richtig vor

Reinigen Sie mit Jotun Kraftvask. Stechen Sie Harz aus Ästen und Harzstellen ab und entfetten Sie mit Verdünner; frische Kiefer schwitzt 6 bis 9 Monate lang Harz aus. Ist das Holz kesseldruckimprägniert, bürsten Sie weiße Salzkristalle trocken ab und lassen es auf unter 18 Prozent Holzfeuchte trocknen, ohne zusätzliche Grundierung. Auf rohem Holz grundieren Sie vor einem filmbildenden System rundum mit Tregrunning Klar und tränken die Hirnholzkanten drei- bis viermal nass-in-nass. Rechnen Sie für die erste Schicht rund 10 Prozent mehr, denn der breite Splint saugt stark.

Der warme Grundton und wie er im Anstrich durchkommt

Kiefer hat einen warmen, honiggelben Grundton, etwas voller als die neutrale Fichte, aber heller und gelber als die orangebraune Douglasie, wie oben im Rohholz-Vergleich zu sehen. Auffällig ist der scharfe Kontrast zwischen dem dunkleren Kernholz und dem breiten hellen Splint.

Weil eine Lasur halbtransparent ist, scheint dieser warme Ton hindurch. Auf harz- und astreicher Kiefer haben helle Töne einen praktischen Vorteil: Dunkle Farben werden in der Sonne heiß und fördern den Harzfluss.

Blockhaus am Wasser mit Holzlasur im Jotun Farbton 10077 Kiefer
Blockhaus mit einer Lasur im Jotun Farbton 10077 Kiefer, aufgenommen bei Tageslicht.
Dasselbe Blockhaus im Abendlicht, Holzlasur im Jotun Farbton 10077 Kiefer
Dasselbe Haus im Abendlicht. Derselbe Farbton wirkt bei warmem, flachem Licht deutlich röter. Deshalb beurteilen Sie eine Musterfläche immer bei Tageslicht und an der Wand, für die sie gedacht ist.

Saugverhalten, Sägeart und Verbrauch

Bei Kiefer saugt vor allem der breite Splint stark, das Kernholz deutlich weniger. Auf rohem Holz rechnen Sie für die erste Schicht darum rund 10 Prozent mehr und arbeiten die erste Schicht besonders sorgfältig ein, damit sie überall gleichmäßig eindringt.

Noch wichtiger als die Holzart ist die Sägeart. Sägeraues Holz saugt etwa doppelt so viel wie gehobeltes, mit transparenter Grundierung bis zum Dreifachen, und wirkt im selben Ton eine Nuance dunkler und matter. Die genauen Verbrauchswerte finden Sie in den häufigen Fragen. Die Hirnholzkanten nehmen ein Vielfaches auf und werden separat gesättigt.

Ganz transparent: Öl und Klarlasur und warum UV hier am schnellsten wirkt

Ein farbloses Öl oder eine klare Lasur zeigt die Maserung am stärksten, bildet keinen Film und kann nicht abblättern. Der Preis dafür: Ohne Pigment oder mit nur wenig Pigment fehlt der UV-Schutz. Das Pigment ist der Sonnenschutz des Holzes.

UV-Licht zersetzt das Lignin (mehr dazu unter Vergrauung), und je weniger Pigment darüberliegt, desto schneller geschieht das. Eine farblose Behandlung hat darum das kürzeste Wartungsintervall: Oft ist schon nach etwa einem Jahr nachzuarbeiten. Ein getöntes Öl hält länger, meist zwei bis drei Jahre. Faustregel: Mehr Pigment bedeutet mehr UV-Schutz und ein längeres Intervall, aber weniger sichtbare Maserung.

Warum eine Lasur mit jeder Schicht nachdunkelt

Eine halbtransparente Lasur fällt auf neuer Kiefer zunächst eine Nuance heller aus als das Farbmuster. Mit jeder weiteren Schicht wird der Ton dunkler und voller. Das ist kein Fehler, sondern das Prinzip dahinter: Mehr Pigment und mehr Schichtdicke bedeuten mehr UV-Schutz und ein längeres Wartungsintervall, aber auch weniger sichtbare Maserung. Wer transparent nachpflegt, bekommt mit jedem Pflegezyklus eine etwas dunklere Fassade.

Auftrag einer dunkelgrauen Jotun Trebitt Woodcare Lasur auf helle Holzschalung, roher und lasierter Teil nebeneinander
Auftrag einer dunklen Lasur auf helle Schalung. Roh und lasiert liegen hier direkt nebeneinander, und der Farbsprung der ersten Schicht ist der größte des ganzen Aufbaus.
Hauseingang mit dunkler Holzfassade in Jotun Trebitt Woodcare 9811 Muted Charcoal neben heller, silbergrau verwitterter Schalung
Dunkler Eingangsbereich in Jotun Trebitt Woodcare 9811 Muted Charcoal, daneben eine hell belassene Schalung. Derselbe Aufbau, zwei Pigmentmengen, und damit zwei sehr unterschiedliche Wartungsintervalle.

So baut sich die Farbe auf: roh, nach 1 und nach 2 Anstrichen

Eine halbtransparente Lasur wie Jotun Trebitt Woodcare lässt die Maserung sichtbar und wird mit jeder Schicht dunkler und voller. Hier drei beliebte Töne auf Kiefer, von hell bis dunkel, jeweils roh, nach dem 1. und nach dem 2. Anstrich.

Kiefer roh1 Anstrich2 Anstriche
Natural Brown hellKiefer rohKiefer mit Trebitt Woodcare Natural Brown, 1 AnstrichKiefer mit Trebitt Woodcare Natural Brown, 2 Anstriche
Honey Wood mittelKiefer rohKiefer mit Trebitt Woodcare Honey Wood, 1 AnstrichKiefer mit Trebitt Woodcare Honey Wood, 2 Anstriche
Rich Brown dunkelKiefer rohKiefer mit Trebitt Woodcare Rich Brown, 1 AnstrichKiefer mit Trebitt Woodcare Rich Brown, 2 Anstriche

Gerenderte Muster auf Basis der Jotun Trebitt Woodcare-Farbtonkarte. Bildschirmfarben können abweichen, verbindlich ist der Farbfächer.

Deckend streichen: die Deckfarbe für das gleichmäßigste und langlebigste Erscheinungsbild

Eine Deckfarbe wie Jotun Demidekk Cleantech oder Demidekk Infinity Pure Matt verdeckt die Maserung und ergibt ein gleichmäßiges, ruhiges Erscheinungsbild. Das ist die Wahl für das längste Wartungsintervall: an einer Nordfassade etwa 10 bis 12 Jahre, an der Südseite 5 bis 6. Auf astreicher Kiefer deckt sie außerdem Harzstellen und Astränder zuverlässig ab.

Der Aufbau: zuerst eine Grundierung, dann 2 bis 3 Schichten Deckfarbe. Bei dunklen und mittleren Tönen genügt Tregrunning Klar, bei Weiß und hellen Tönen nehmen Sie eine pigmentierte Grundierung.

Warum Holz vergraut und wie Sie es steuern

Vergrauen ist weder Schmutz noch Schimmel, sondern chemischer Abbau. UV-Licht zersetzt das Lignin, den natürlichen Klebstoff zwischen den Holzfasern, Regen wäscht die Abbauprodukte aus, und zurück bleiben lose graue Zellulosefasern. Dieses graue Holz ist totes Holz und muss vor jedem neuen System zurückgeschliffen werden.

Kiefer vergraut unbehandelt mittelschnell. Gleichmäßig ist das fast nie: Die Südseite vergraut schneller als die Nordseite, Stellen unter dem Dachüberstand bleiben länger dunkel, und geschützte Ecken vergrünen zuerst durch Algen.

Wenn Sie den Grau-Look möchten: Lassen Sie das Holz nicht roh vergrauen, sondern behandeln Sie es mit einer transparenten oder halbtransparenten Grau-Lasur. Die legt vom ersten Tag an ein gleichmäßiges Grau über die ganze Fläche, das Pigment bremst den weiteren UV-Abbau, und die Maserung bleibt sichtbar.

Vorteile und Grenzen von Kiefer

Vorteile

Warmes, ausdrucksstarkes Holz mit deutlicher Flammung. Der Splint lässt sich hervorragend imprägnieren, deshalb ist Kiefer das klassische KDI-Holz für Zäune und Gartenbauten. Gut zu bearbeiten, und mechanisch ist der Splint dem Kernholz gleichwertig.

Zu beachten

Der Splint ist nicht dauerhaft (Klasse 5) und anfällig für Fäulnis und Bläue. Harz und große Äste können durchschlagen, deshalb vorher entfetten und isolieren. Frisches Holz schwitzt monatelang Harz, und beim Nageln kann Kiefer an Ästen splittern.

Häufige Fragen zur Behandlung von Kiefer

  1. Was unterscheidet Kiefer von Douglasie oder Fichte beim Streichen?
  2. Rohe oder imprägnierte Kiefer: Unterscheidet sich die Behandlung?
  3. Was tue ich gegen Harzaustritt aus Ästen?
  4. Öl, Lasur oder deckend: Welche Beschichtung passt am besten?
  5. Brauche ich eine Grundierung für Kiefer?
  6. Wie streiche ich Kiefer rundum, vor oder nach der Montage?
  7. Was mache ich mit den Hirnholzkanten?
  8. Welche Holzfeuchte darf das Holz vor dem Streichen haben?
  9. Kann ich vergraute Kiefer wieder auffrischen?
  10. Welches Jotun-System ist Standard für Kiefer?
  11. Wie viel Farbe oder Lasur brauche ich pro Quadratmeter?
  12. Was sind die häufigsten Fehler bei Kiefer?

Was unterscheidet Kiefer von Douglasie oder Fichte beim Streichen?

Es gibt drei Unterschiede:

  • Große, harzreiche Äste. Fichte hat viele kleine Äste, Kiefer dafür deutlich größere und harzreichere. Genau dort entstehen die typischen gelben Ringe, wenn nicht isoliert wird.
  • Das Harz sitzt vor allem in den Ästen, anders als bei Douglasie, wo es auch im übrigen Holz verteilt ist. Harzaustritt tritt bei Kiefer dadurch punktuell auf, und darauf richten Sie die Vorbehandlung aus.
  • Der Splint ist nicht dauerhaft. Bei Boden- oder Dauerfeuchtekontakt fault Kiefer schnell. Pfosten und die Unterkanten von Zäunen brauchen deshalb besondere Aufmerksamkeit.

Pluspunkt: Kiefer ist weniger fetthaltig als Douglasie oder Lärche, deshalb haftet die Beschichtung leichter. Der Unterschied zwischen dem stark saugenden Splint und dem dichteren Kernholz bleibt aber bestehen.

Rohe oder imprägnierte Kiefer: Unterscheidet sich die Behandlung?

Ja, und zwar erheblich.

Rohe Kiefer ist sauberes, unbehandeltes Holz. Sie folgen der Standardempfehlung: reinigen, schleifen, grundieren und beschichten. Draußen gilt dabei: Der Splint ist nicht dauerhaft, ein pigmentiertes System ist hier also keine Geschmacksfrage, sondern der eigentliche Schutz.

Imprägnierte Kiefer wird unter Vakuum oder Druck mit einer Salzlösung behandelt und ist oft grün oder braun gefärbt. Dieses Holz kommt feucht aus dem Verfahren, häufig mit 25 bis 30 Prozent Holzfeuchte, und muss erst trocknen. Je nach Lieferzustand und Wetter dauert das ein bis sechs Monate. Maßgeblich ist nicht der Kalender, sondern die Messung: Erst unter 18 Prozent Holzfeuchte wird gestrichen. Spülen Sie das Holz vor der ersten Behandlung leicht ab und bürsten Sie weiße Salzkristalle trocken weg. Imprägnierte Kiefer ist bereits gegen Schimmel und Fäulnis geschützt, hat aber keinen UV-Schutz und keine wasserabweisende Schicht. Dafür sorgen Sie selbst mit Ihrer Lasur, Ihrem Öl oder Ihrer Farbe. Zusätzlich imprägniert oder grundiert wird KDI-Holz nie.

Was tue ich gegen Harzaustritt aus Ästen?

Bei Kiefer ist das der wichtigste Punkt. So gehen Sie vor:

  • Stechen Sie das Harz mit einem Spachtel ab, sobald es an die Oberfläche tritt.
  • Entfetten Sie die Rückstände mit Verdünner oder Terpentin.
  • Isolieren Sie große, harzreiche Äste punktuell mit einer pigmentierten Grundierung auf Lösemittelbasis. Sie schließt Harz deutlich besser ab als eine farblose Grundierung.
  • Tragen Sie danach die Grundierung auf der ganzen Fläche auf (Tregrunning Klar bei dunklen und mittleren Tönen, Drygolin Vindu og Dør bei Weiß und hellen Tönen) und anschließend den Deckanstrich.

Frische Kiefer kann 6 bis 9 Monate lang Harz absondern, besonders im Sommer. Warten Sie damit aber nicht endlos: Prüfen Sie an einem warmen Tag über 22 °C, ob noch Harz austritt, und legen Sie größere Anstricharbeiten möglichst außerhalb des Hochsommers.

Öl, Lasur oder deckend: Welche Beschichtung passt am besten?

Sie wählen aus drei Beschichtungsarten, die bei Kiefer jeweils eine eigene Nuance haben:

  • Öl
    Ein Öl zieht tief ein, bildet keinen Film und zeigt die Maserung am stärksten; auf kesseldruckimprägniertem Holz ist es die klassische Wahl. Farblos bietet es allerdings kaum UV-Schutz und muss jährlich nachgearbeitet werden, getönt hält es 2 bis 3 Jahre. Für den Farberhalt an einer Fassade ist eine Lasur deshalb meist die bessere Wahl.
  • Halbdeckende Lasur
    Trebitt Woodcare ist Imprägnierung und Beschichtung in einem und wird nicht verdünnt: 1 bis 2 dünne Schichten genügen, überschüssiges Material nehmen Sie mit einem trockenen Tuch ab. Nachgearbeitet wird nach 3 bis 4 Jahren. Für Blockhütten und Schuppen, bei denen die Maserung sichtbar bleiben soll, ist das der Favorit. Die Töne finden Sie auf der Trebitt-Woodcare-Farbtonkarte; ein warmer Braunton wie Honey Wood passt gut zum honiggelben Grundton der Kiefer.
  • Deckende Farbe
    Demidekk Cleantech ist die beste Wahl für Zäune, Garagentore oder eine Fassade, die 10 Jahre lang dieselbe Farbe behalten soll. Für Weiß und helle Farbtöne verwenden Sie Drygolin Vindu og Dør als pigmentierte Grundierung.

Brauche ich eine Grundierung für Kiefer?

  • Halbdeckende Lasur
    Trebitt Woodcare benötigt keine separate Grundierung; die Lasur ist selbst die Imprägnierung. Verdünnt wird sie nicht.
  • Öl
    Treolje V benötigt ebenfalls keine Grundierung und bildet keinen Film.
  • Deckend in einem dunklen oder mittleren Farbton
    Verwenden Sie Tregrunning Klar, eine Schicht rundum auf rohem Holz.
  • Deckend in Weiß oder einem hellen Farbton
    Verwenden Sie Drygolin Vindu og Dør, eine pigmentierte Grundierung auf Alkydbasis.

Auf kesseldruckimprägniertem Holz entfällt die Grundierung vollständig. Die einzige Ausnahme sind große, harzreiche Äste unter einer weißen oder hellen Deckfarbe: Die isolieren Sie punktuell mit einer pigmentierten Grundierung, sonst zeichnen sie sich nach ein bis zwei Sommern als gelbe Ringe ab.

Wie streiche ich Kiefer rundum, vor oder nach der Montage?

Gerade bei Zaunbrettern, Schattennut- und Stülpprofilen ist die allseitige Behandlung vor der Montage der Standard:

  • Vor der Montage: auf allen sechs Seiten. Bei einem deckenden Aufbau 1 Schicht Tregrunning Klar und 1 Schicht Farbe, bei einer nicht filmbildenden Lasur 1 Schicht der Lasur selbst, ganz ohne Grundierung.
  • Nach der Montage: noch 1 oder 2 Schichten auf der Sichtseite.

Für Zaunpfosten gilt zusätzlich: Setzen Sie sie möglichst nicht direkt in den Boden, sondern auf einen Pfostenträger. Gebrauchsklasse 3, für die Kiefer üblicherweise imprägniert wird, deckt echten Erdkontakt nicht ab; dort verrottet auch imprägniertes Holz. Muss der Pfosten doch in den Boden, behandeln Sie die untere Hirnholzkante drei- bis viermal nass-in-nass mit Tregrunning Klar und tauchen sie zusätzlich 5 bis 10 Minuten ein. Terrassendielen fallen nicht unter diesen Aufbau: Begehbare Flächen bekommen nie einen filmbildenden Anstrich, sondern eine Terrassenlasur.

Was mache ich mit den Hirnholzkanten?

Bei Kiefer gilt dieselbe Regel wie bei jeder Holzart, doch wegen der niedrigen Dauerhaftigkeitsklasse ist sie hier besonders wichtig: drei- bis viermal nass-in-nass sättigen, mit etwa 30 Minuten bis 2 Stunden zwischen den Gängen, solange das Holz noch aufnimmt. Bei einem deckenden Aufbau nehmen Sie dafür Tregrunning Klar; bei einer nicht filmbildenden Lasur wird nicht grundiert, dort sättigen Sie die Kante mit der Lasur selbst. Haben Zaun- oder Pergola-Unterkanten Kontakt mit Boden oder Beton, verlängert ein zusätzlicher Tauchgang die Lebensdauer erheblich. Behandeln Sie auch jede frische Hirnholzkante, die beim Ablängen oder Zuschneiden während der Montage entsteht, und schieben Sie das nicht auf.

Welche Holzfeuchte darf das Holz vor dem Streichen haben?

Für Außenanstriche gilt: maximal 18 Prozent Holzfeuchte. Imprägnierte Kiefer wird oft mit 25 bis 30 Prozent geliefert, lassen Sie diese also erst trocknen, bevor Sie behandeln. Rohe Kiefer aus trockener Lagerung liegt meist schon bei 12 bis 16 Prozent, messen Sie aber immer nach, an mehreren Stellen und an den Hirnholzkanten getrennt. Achten Sie außerdem auf die Vorgaben von Jotun: Die Oberflächentemperatur beträgt mindestens 5 °C und liegt mindestens 3 °C über dem Taupunkt, die relative Luftfeuchtigkeit bleibt unter 85 Prozent, und in den nächsten 4 bis 6 Stunden ist kein Regen vorhergesagt.

Kann ich vergraute Kiefer wieder auffrischen?

Ja, Sie haben drei Möglichkeiten, von mild bis kräftig:

  • Reinigen mit Jotun Kraftvask
    Bei leichter Vergrauung. Verdünnen Sie 1:10, lassen Sie das Mittel 15 bis 20 Minuten einwirken, ohne dass es antrocknet, und spülen Sie gründlich nach.
  • Reinigen mit Demidekk Terrassfix
    Bei ausgeprägter Vergrauung. Verwenden Sie ihn nur auf deutlich vergrautem Holz, nicht auf noch gesunden Bereichen.
  • Schleifen mit Körnung 80 bis 120
    Bei ungleichmäßiger Verwitterung.

Lassen Sie das Holz danach 2 bis 3 Tage trocknen, bis die Holzfeuchte unter 18 Prozent liegt. Alte Lasurreste entfernen Sie besser mechanisch durch Schleifen als mit einem chemischen Abbeizer.

Welches Jotun-System ist Standard für Kiefer?

Das sind die drei am häufigsten nachgefragten Aufbauten für Kiefer:

  • Zaun oder Pergola, halbdeckend (3 bis 4 Jahre)
    Reinigen Sie mit Jotun Kraftvask und tragen Sie 1 bis 2 dünne Schichten Trebitt Woodcare im gewünschten Ton auf, unverdünnt und mit etwa 12 Stunden zwischen den Schichten. Die Unterkante, die in den Boden kommt, sättigen und tauchen Sie zusätzlich.
  • Blockhütte oder Schuppen mit sichtbarer Maserung
    Reinigen Sie mit Jotun Kraftvask und tragen Sie 1 bis 2 dünne Schichten Trebitt Woodcare in einem warmen Ton von der Woodcare-Farbtonkarte auf. Wenn Sie das klassische skandinavische Rot oder Ocker möchten: Das sind deckende Farbtöne, dafür ist der dritte Aufbau der richtige.
  • Gartenhaus mit deckender Beschichtung (10 bis 12 Jahre)
    Reinigen Sie mit Jotun Kraftvask, schleifen Sie gehobeltes Holz mit Körnung 100 bis 160 und isolieren Sie große Äste punktuell. Tragen Sie danach Tregrunning Klar als Grundierung auf (oder Drygolin Vindu og Dør bei Weiß und hellen Tönen), gefolgt von 2 bis 3 Schichten Demidekk Cleantech oder Demidekk Infinity Pure Matt.

Wie viel Farbe oder Lasur brauche ich pro Quadratmeter?

Der Verbrauch hängt vor allem von der Holzoberfläche ab: Sägeraues Holz nimmt deutlich mehr auf als gehobeltes. Das sind die Richtwerte aus den technischen Datenblättern von Jotun:

ProduktGehobelte KieferSägeraue Kiefer
Tregrunning Klar (1 Schicht)12–16 m²/L4–7 m²/L
Trebitt Woodcare (pro Schicht)5–10 m²/L, oberer Bereich5–10 m²/L, unterer Bereich
Demidekk Cleantech (pro Schicht)10–12 m²/L7–10 m²/L

Berücksichtigen Sie in der Praxis drei zusätzliche Punkte:

  • Für Trebitt Woodcare nennt das Datenblatt einen einzigen Bereich von 5 bis 10 m²/L, ohne Trennung nach Oberfläche. Auf gehobeltem Holz liegen Sie am oberen Ende, auf sägerauem am unteren.
  • Auf roher Kiefer rechnen Sie bei der ersten Schicht rund 10 Prozent mehr, als die Tabelle angibt: Der breite Splint saugt stark.
  • Hirnholzkanten rechnen Sie separat: Sie brauchen drei bis vier Gänge, bis sie gesättigt sind.

Was sind die häufigsten Fehler bei Kiefer?

Dies sind die Fehler, die uns in der Praxis am häufigsten begegnen:

  • Imprägnierte Kiefer sofort streichen. Das Holz ist dann noch viel zu feucht. Lassen Sie es trocknen und messen Sie nach: Erst unter 18 Prozent Holzfeuchte wird gestrichen.
  • Die Äste überspringen. Harz tritt garantiert wieder durch. Isolieren Sie große, harzreiche Äste vor dem Deckanstrich punktuell mit einer pigmentierten Grundierung.
  • Zaunpfosten in den Boden setzen, ohne die Hirnholzkante zu behandeln. Dort beginnt bei nahezu jedem Zaun die Fäulnis. Besser ist ein Pfostenträger, der den Pfosten über dem Boden hält.
  • Eine wasserbasierte Grundierung auf verharzten Stellen verwenden. Die Haftung leidet, und die Grundierung löst sich oft schon nach kurzer Zeit. Tregrunning Klar oder Drygolin Vindu og Dør auf Lösemittelbasis ist der richtige Weg.
  • Zu lange mit der ersten Behandlung nach dem Bau warten. Neues Holz sollte nicht länger als etwa 6 Wochen ungeschützt draußen stehen; schon nach 2 Wochen zeigen sich die ersten Bläuepunkte. Nach einigen Monaten in Regen und Sonne entstehen feine Risse, die die Farbaufnahme stören.
  • Vor der Montage nur die Sichtseite behandeln. Die allseitige Behandlung macht bei der Lebensdauer einen erheblichen Unterschied.

Passendes System und Beratung für Kiefer

Die Produkte, die diese Seite für Kiefer empfiehlt, kurz erklärt – und die Fragen, die vor dem ersten Anstrich entscheiden.

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